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Bioenergie

Unter Bioenergie versteht man die energetische Anwendung von Biomasse. Durch die Nutzung von Biomasse soll die Bioenergie eine ökologische und vorteilhafte Energiequelle sein. Zu nutzbarer Biomasse gehören in erster Linie: Bioabfälle, Biogas, Exkremente, Getreide, Holz, Mais, Pflanzenöle, Raps, Stroh, Zuckerrüben aber auch Algen und andere. Bei der Entstehung von Biomasse wird die Energie der Sonnenstrahlung durch die Pflanzen mit Hilfe von Photosynthese eingesetzt und unter anderem in Form von energiereichen, organischen Material gespeichert.

Die Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes in die Atmosphäre bedeutet neben der Versorgung aus erneuerbaren Energiequellen der Hauptvorteil der Bioenergie.


Wichtige Frage: Gibt es genug Biomasse zur Energieherstellung?

Es gibt zahlreiche Untersuchungen bezüglich der Abschätzung der vorhandenen Mengen an Bioenergieträger.

In Deutschland kann eine Menge von 5% bis 10% des derzeitigen Primärenergiebedarfs durch Biomasse gedeckt werden und die entsprechende Menge an Erdgas, Kohle oder Öl eingespart. Von dieser Menge werden aber bislang nur 0,8% genutzt.

Allein durch die Anwendung der zur Zeit anfallenden forst- und landwirtschaftlichen Reststoffe wäre es möglich, den Anteil der Biomasse am Primärenergiebedarf zu verdreifachen.

Unter Reststoffe versteht man solche Materialien, die nicht oder nur zum Teil zweckmäßig angewendet werden kann, wie: Kommunaler Grünschnitt, Stroh aus dem Getreideanbau und Waldrestholz.


Warum Bioneregie?

Die Bioenergie ist – wie alle regenerativen Energieträger – ein umweltfreundliches Verfahren der Energieerzeugung. Dabei wird die CO2-Neutralität der Bioenergie an erster Stelle genannt.

Jetzt erfolgt die Energiebereitstellung bei der Biomasse jedoch üblicherweise über einen Verbrennungsablauf. Bei diesem Prozess werden auch andere Komponenten freigesetzt. Stickoxide stehen hier an der erster Stelle, denn Stickstoff ist Hauptbestandteil der Luft, die bei der Verbrennung genutzt wird. Des Weiteren bilden sich auch aromatische Kohlenwasserstoffverbindungen.

Diese Schadstoffe werden abhängig von Brennstoff in verschiedene Menge freigesetzt.

Die Bildung von Wasserdampf dominiert immer, denn biogene Brennstoffe sind durch einen hohen Wassergehalt charakterisiert. Dieser Wasserdampf führt zur Entstehung sichtbarer Wasserdampffahnen, welche durch einen voraussichtlich hohen Schadstoffausstoß markiert sind.

Die bildenden Emissionen sind mit den vorhandenen Technologien sicher beherrschbar, solange unbelastete Brennstoffe genutzt werden.

Vor allem hohe Forderungen an die nachgeschaltet Abgasreinigung sind sicherlich dann notwendig, falls belastete Hölzer (mit Holzschutzmitteln behandelte Hölzer) verbrannt werden. Aus diesem Grunde sind diese Materialien in speziellen Verbrennungsanlagen vorbehalten.

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