Strom News - Neuigkeiten
Ökostrom
Strompreise werden in Leipzig gemacht
Nachdem der Strommarkt in Europa liberalisiert wurde, der den Haushalten einen schnellen und einfachen Anbieterwechsel ermöglichte, hat der Stromhandel in Europa sehr stark an Bedeutung gewonnen. Es entstanden Verträge mit kurzfristiger Dauer.
Ein Vorreiter der Strombörsen ist Nord Pool aus Skandinavien, welche nach der Liberalisierung im Jahr 1993 entstanden ist. Im Jahr 1999 wurde in Holland die Amsterdam Power Exchange gegründet. In Deutschland existierten die European Energy Exchange ( EEX ) und die Leipziger Power Exchange ( LPX ), welche 2002 mit der EEX zur Leipziger Strombörse fusionierte. In Österreich entstand im Jahr 2001 die Energy Exchange Austria ( EXAA ).
An diesen Strombörsen werden maßgeblich die Strompreise bestimmt. Innerhalb dieser Börsen wird mit dem Double Auction verfahren gearbeitet, welche gleichzeitig den Kauf und Verkauft ermöglicht. So kann man ständig auf aktuelle Nachrichten reagieren und so die Preise bestimmen, was zu erheblichen Schwankungen führt.
In Deutschland hält die Eurex Zürich AG mit knapp 35% den größten Teil an der EEX AG. Im Jahr 2008 wurden an der Strombörse in Leipzig 1,319 TWh gehandelt.
Im EEX Terminmarkt können langfristige Geschäfte mit einer Laufzeit von bis zu 6 Jahren abgeschlossen werden. Innerhalb der Strombörse werden Monats-, Quartals- und Jahresfutures angeboten. Als Liefergebiet der wird Deutschland und Frankreich bedient. Ein Grund hierfür ist, dass der EEX Spotmarkt im Jahr 2009 zum EPEX Spot SE umfirmiert wurde mit Sitz in Paris und Leipzig.
Auf dem Spotmarkt existieren zwei unterschiedliche Möglichkeiten für den Handel. Auf den Intraday Handel werden Lieferungen für den gleichen oder Folgetag gehandelt. So können Produzenten überschüssige Menge auf der Strombörse verkaufen. Man kann eine Stunde für den gleichen Tag bis zu 75 Minuten vor Lieferung verkaufen. Ab 15:00 Uhr kann man für den Folgetag handeln. Auf dem Day - ahead - Markt wird der Strom für die nächsten Tage gehandelt.
